Samstag, 20. März 2010

Spaziergang durch das islamische Kairo (Teil 3)




















Freitag, 19. März 2010

Li-lak

Li–lak ist der arabische Ausdruck für „Für mich – Für Dich“. Die launch – party zu dieser zweisprachig geplanten website des Goethe – Institutes fand im Februar 2006 statt. Li-lak ermöglicht einen Blick auf das Leben und die Gedankenwelt von Jugendlichen aus der jeweils anderen Kultur, ohne dass die unterschiedlichen Sprachen ein Problem darstellen. Arabische Beiträge werden ins Deutsche übersetzt und umgekehrt.

Sebastian Woitsch und Soraya Hoppe betreuen die deutschsprachige Redaktion, Ola Tawfic ist für die arabische Redaktion verantwortlich.









Ola Tawfic

Im Magazin werden über 20 Themen behandelt, aktuell steht das Thema „Süchtig?!“im Vordergrund. Es können fast alle Themenbereiche des Lebens von jungen deutschen und arabischen Autoren besprochen werden. Aber eben nur fast alle. Politik kommt zwar indirekt oft vor, allerdings nicht als ein eigener Bereich. „Die Ägypter sind sehr emotional und bei diesem Thema kann man schnell missverstanden werden und Reaktionen hervorrufen, die nicht beabsichtigt waren“ meint Ola. Außerdem wird laut Sebastian die Homepage im arabischen Raum bedauerlicherweise immer noch als „deutsche“ Seite wahrgenommen, obwohl bei vielen Themen die arabischen Autoren in der Mehrzahl sind. 
 
„Mitmachen“ wird großgeschrieben. Jeder kann in seiner Muttersprache Li-lak-Autor werden, wenn ihn das Thema berührt und die KISS-Regel beachtet wird (Keep it short and simple.). Der Li-lak Fotowettbewerb und das Forum werden auch rege genutzt.


Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Zuletzt war das Li-lak-Team auf der Kairoer Buchmesse vertreten. Für die nahe Zukunft ist geplant, die Zusammenarbeit mit den Deutschen Schulen in Ägypten zu verstärken und die Internetverlinkungen mit anderen Medien weiter auszubauen. Auch an gezielten Kontaktaufnahmen mit Hochschulen in Deutschland wird gearbeitet.

Apropos Zusammenarbeit: Es wird eine Zusammenarbeit mit dem Projekt „Migrantenjugendliche & Jugendkulturen“ des Archiv der Jugendkulturen geben. „Auf dem Sprung“ wird von Li-lak auf seiner website präsentiert. Ausgewählte Texte der Berliner Migrantenjugendlichen werden ins Arabische übersetzt und einige Diashows der Jugendlichen werden auf der Seite zu sehen sein.

Donnerstag, 18. März 2010

NAGADA

In einer wunderschönen Villa im Stadtteil Dokki präsentiert die Designerin Sylva Nasrallah ihre modischen Einfälle und Töpfereien aus der Oase Fayoum.




















Welche Gegensätze kann oder muss eine Gesellschaft aushalten?

Spaziergang durch das islamische Kairo (Teil 2)
































Visaverlängerung in Ägypten

Das Mugamma Building liegt zentral am Midan Tahrir. Dort schlägt das Herz der ägyptischen Bürokratie. Heba Fatteen Bizzari beschreibt trefflich die Zustände unter http://www.touregypt.net/featurestories/mugamma.htm Das Mugamma Building ist auch das Ziel aller, die ihren Aufenthalt in Ägypten verlängern wollen. Es gibt kaum Hinweise im Netz, was dafür alles benötigt wird. Und die ägyptische Botschaft in Berlin konnte dazu auch keine sachdienlichen Hinweise liefern. Deshalb eine kurze „Gebrauchsanweisung“. Ohne Gewähr, denn natürlich wird morgen alles anders sein.



Seit 2009 erhält man in Deutschland nur mehr Touristenvisas für maximal vier Wochen. Außer man kann durchgehende Hotelreservierungen für einen längeren Zeitraum vorweisen. Dies ist für Individualreisende wohl kaum möglich.

Das Immigration Office befindet sich im ersten Stock. Zunächst geht es nach dem Passieren der Sicherheitsschleuse am Eingang rechts die Treppe hoch und nach der zweiten Sicherheitsschleuse gleich wieder rechts. Dann folgt man dem Gang lange geradeaus, bis er sich um 90 Grad nach rechts dreht. Bald beginnt der Bereich des Immigration Office; Schalter um Schalter reihen sich endlos aneinander und es herrscht ein Gewusel und ein Stimmengewirr wie auf dem Basar.

Zunächst benötigt man die Formulare zum Ausfüllen. Diese erhält man ganz am Ende auf der rechten Seite bei den Schaltern 12 – 15 nachdem man das Gedränge davor überwunden hat.
Zudem braucht man noch eine Kopie der Passseite mit dem Foto und den Ausstellungsdaten und eine Kopie der Seite mit dem Einreisevisum. Sollte man vorausschauend die Kopien und außerdem ein aktuelles Passfoto dabei haben, fehlen nur noch Stempelmarken. Die Visaverlängerung für sechs Monate kostet 11 Pfund (ca. 1 Euro 50 Cent). Die Stempelmarken erhält man an den Schaltern 43 oder 44.

Mit allen Unterlagen geht es dann zurück zu Schalter 12 – 15. Dort wird es dann wieder hektisch und man hat einige Mühe sich bis vor ein Fensterchen vorzukämpfen. Und vor allem dort auch standzuhalten, bis man seine Papiere reinreichen kann. Von rechts und links wird geschoben, einer reicht bloß eine Kopie nach, der andere seine Stempelmarken, der nächste hat nur eine kurze Frage.
Mit etwas Pech tritt die Beamtin gerade dann ihre Pause an, wenn man endlich dran wäre…

Wenn endlich alles angenommen wurde (für die Abgabe des Passes erhält man keine Quittung!!), soll man den Pass mit der Visaverlängerung ca. 2 Stunden später am Schalter Nr. 38 mit dem schönen Namen „Tourist Res. Processing“ erhalten.
Nach 2 ½ Stunden lagen die Pässe tatsächlich bereit und wir halfen mit, sie aus dem großen Stapel rauszusuchen.

Eine Kreuzung in Kairo

...an einem sehr ruhigen Freitag.














Goethe Institut Kairo

Das Goethe-Institut Ägypten organisiert und unterstützt am Standort Kairo und Alexandria ein breites Spektrum von kulturellen Veranstaltungen zur Präsentation deutscher Kultur im Ausland und zum interkulturellen Austausch. Da bot es sich für uns an zu prüfen, ob das Goethe-Institut an einer Kooperation mit dem Archiv der Jugendkulturen und speziell mit dem Projekt Migrantenjugendliche & Jugendkulturen interessiert ist.

Unsere vorab gestellte Mailanfrage wurde umgehend positiv beantwortet und so trafen wir uns mit dem Leiter der Abteilung Kulturprogramme für Nordafrika / Nahost Dr. Günther Hasenkamp und dem Li – Lak – Team, das eine deutsch-arabische Website von jungen Menschen für junge Menschen gestaltet. Das Treffen auf der Dachterrasse des Goethe-Instituts in Kairo verlief vielversprechend und deshalb gibt es dazu bald weitere Infos in diesem Blog. 

Zunächst schon mal ein kurzer Blick in die gut besuchte und gut bestückte Bibliothek: